Die Eule tanzt

14.09.2020

Endlich war es wieder soweit – die „Forscherfüchse“ machten sich auf den Weg zu Frau Leiblein. Was würde uns heute erwarten? Ob wir wieder die Pferde ansehen durften? Einige Kinder fragten sogar, ob sie wohl reiten könnten. Es war einige Zeit her, seit die Kinder den letzten Besuch bei Leibleins gemacht hatten.

Frau Leiblein begrüßte uns freundlich und forderte die Kinder auf, etwas Gras zu rupfen, denn zuerst durften die Kaninchen gefüttert werden. Danach wurde der Hof genau erforscht. Im Gänsemarsch gingen die Kinder hinter Frau Leiblein her, denn auf dem Hof befand sich eine riesige Pfütze vom Regen des Vortags.

Bei den großen Heu- und Strohballen wurde Stopp gemacht. „Wer weiß, woran man Heu erkennt?“ Die kleinen Forscher fanden heraus: „Am Geruch!“, und: „Es sieht anders aus als Stroh!“. Frau Leiblein freute sich über die Antworten und erklärte auch, dass im Stroh noch Ähren bzw. Korn zu finden sind, im Heu dagegen nicht. Dann durften sich die Kinder auf einen kleinen Strohhaufen stellen und nach den Pferden Ausschau halten.

Die Pferde waren weit hinten auf der Koppel, aber ein Reiter besuchte gerade sein Pferd, und so konnten wir zuschauen, wie er sein Pferd zum Reiten vorbereitete. Die Kinder staunten, dass der Reiter mit dem Pferd sprach, und sahen zu, wie er erst im Trab und dann im Galopp auf dem Pferd ritt. Auch Hindernisse wurden überwunden. Das weckte das besondere Interesse der kleinen Forscher, die staunend am Tor standen. Frau Leiblein erklärte, dass auf dem Hof 20 Pferde leben und dass Herr Leiblein für alle Tiere das Futter bereitstellt. Auch für die kleine Katze, die uns die ganze Zeit begleitete.

Als wir durch den Stall gingen, zeigte Frau Leiblein auf ein Nest. Dort wohnen im Sommer immer Schwalben. Ein Kind stellte fest: „Die sind doch jetzt in Afrika!“ Auf dem Hof mussten dann alle Kinder leise sein, denn bei Frau Leiblein wohnt nun auch eine Eule. Die Augen der Kinder waren fast genauso groß wie die der Eule, denn damit hatte keines der Kinder gerechnet. Scheu betrachtete uns die Eule, und als dann auch noch der Nachbarhund an den Zaun kam, plusterte sie sich auf. Frau Leiblein erklärte, dass Eulen dies immer machen, wenn sie Angst haben, und fragte die Kinder, was Eulen denn wohl fressen. „Ratten, Mäuse, kleine Tiere und sogar Küken“, stellten wir gemeinsam fest. Auch drei Federn der Eule schenkte uns Frau Leiblein und zeigte uns sogar „Eulenhäufchen“. Diese sahen aus wie Steine, und wir erfuhren, dass man herausfinden kann, was die Eule gefressen hat, wenn man diese Häufchen untersucht.

Die kleinen Forscherfüchse lauschten aufmerksam und stellten immer wieder neue Fragen. Zum Abschied zeigten sie Herrn und Frau Leiblein den „Eulentanz“ und versprachen bald wiederzukommen, denn auch die Schildkröte und die Hunde wollen die Kinder bald wieder einmal besuchen. Es war ein gelungener Vormittag auf „Leibleins Hof“. Wir werden die Eule bestimmt bald wiedersehen, und vorher werden wir sie malen! Ein großes Dankeschön an Frau Leiblein, die uns in naturnaher Atmosphäre viel Wissen vermittelt hat.

 

Dettmannsdorf, 03.09.2020

Die Forscherfüchse der Evangelischen Kindertagesstätte Dettmannsdorf

 

Bild zur Meldung: Die Eule tanzt

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Die Eule (14.09.2020)